Phänomene

Lassen Sie sich nicht von Ihren Augen täuschen.

Die erstaunlichsten und witzigsten Phänomene in Sachen optische Täuschungen.

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Augenoptisches

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Makula
Definition:

Als Makula wird das innere Drittel der Netzhautgrube bezeichnet. Sie ist für die maximale Sehschärfe innerhalb der Netzhaut zuständig. In ihrer Mitte befindet sich das Sehgrübchen, die Foveola. Sie besitzt rund 30.000 Zapfen und ist damit empfindlichste Teil der Makula. Nur mit Hilfe der Makula sind das direkte Fixieren von Objekten und damit erst das Erkennen von feinen Einzelheiten, das Lesen, das Erkennen von Gesichtern und deren Mimik möglich. Durch das Zusammenspiel der Makula von rechtem und linkem Auge entsteht eine räumliche Wahrnehmung im Gehirn. Diese erlaubt uns ein recht genaues Abschätzen von Entfernungen und Geschwindigkeiten z.B. beim Autofahren. Die Makula ist für das gerichtete Sehen verantwortlich.

Makuladegeneration
Definition:

Bei der Makuladegeneration (MD) handelt es sich um Abbauprozesse des Gewebes der Netzhaut im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens, z.B. durch Ablagerungen, Ödeme und Blutungen. Die Degeneration führt oft zum vollständigen Verlust der Sehfunktionen in der Makula, welches sich dann auch negativ auf das Sehen im Umfeld auswirkt. Auch außerhalb der Makula befinden sich Sehzellen, ihre Anzahl und Dichte nimmt jedoch mit zunehmender Entfernung von der Netzhautgrube immer mehr ab. Sie dienen mehr der Orientierung und der Wahrnehmung von Bewegungen. Daher ist für MD-Betroffene ein Sehen weiterhin möglich, ein scharfes, gerichtetes Sehen aber stark eingeschränkt. Sobald man etwas direkt ansehen möchte ist es nur noch ein nebeliger schwarzer Fleck, schaut man dagegen mehr oder weniger weit an diesem Punkt vorbei so wird es wieder sichtbar.

Makuladegeneration - Feuchte
Definition:

Bei ca. 15% der Betroffenen entwickelt sich aus der trockenen Makuladegeneration eine so genannte feuchte MD. Um den unzureichenden Stoffwechsel der Makula zu verbessern bildet der Körper neue, kleine Blutgefäße die die Netzhaut wieder versorgen sollen. Die aus der Aderhaut kommenden Blutgefäße können die Netzhaut dabei jedoch abheben und vernarben. Zudem kann aus den neu gebildeten Gefäßen vermehrt Flüssigkeit in das umliegende Gewebe eindringen und dieses damit zusätzlich schädigen. Diese Schädigung läuft meist viel schneller ab als die bei der trockenen MD, es kann durch Blutungen an betroffenen Stellen schlagartig zu Erblindungen kommen.Grundsätzlich verläuft die feuchte Makuladegeneration schneller und dramatischer als die trockene Makuladegeneration.

Makuladegeneration - trockene
Definition:

Die trockene Form betrifft ca. 85% der Patienten mit Makuladegeneration. Der Stoffwechsel der Netzhaut ist dabei an den betroffenen Stellen verschlechtert, es kommt zu einer verstärkten Ablagerung von Stoffwechselendprodukten. Zu Beginn der Erkrankung führt dies zu immer stärker werdenden Funktionseinbußen und später zum Zelltod im Bereich der äußeren Netzhaut- und Aderhautschichten. Die Degeneration ist fortschreitend, was dann meist den Untergang des zentralen Sehens bedeutet. Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass eine trockene Makuladegeneration in eine feuchte Makuladegeneration übergeht.