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Lassen Sie sich nicht von Ihren Augen täuschen.

Die erstaunlichsten und witzigsten Phänomene in Sachen optische Täuschungen.

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Alterssichtigkeit
Definition:

Die Alterssichtigkeit, medizinisch Presbyopie genannt, ist der langsame und auch altersgemäße Verlust der Elastizität der Augenlinse. Für die Umstellung des Sehens in der Ferne auf das Sehen in der Nähe muss die Linse ihre Krümmung verändern. Die Linse besteht aus einer flexiblen Masse, die in ihrer Krümmung durch feinste Muskeln regulierbar ist. Schon kurz nach der Geburt verliert die Linse durch die allmähliche Einlagerung von Kalk langsam an Elastizität. Das Auge wird deshalb in seiner Fähigkeit, in der Nähe alles scharf zu sehen, langsam eingeschränkt. Da die Veränderung der Linsenkrümmung vor allem für das Nahsehen gebraucht wird, fällt dieser Prozess besonders beim Lesen auf. Beginnend mit etwa 45 Jahren fällt diese Schwierigkeit beim Lesen auf und der Betroffene ist gezwungen die Zeitung weiter weg zu halten. Diese Problemstellung wird Alterssichtigkeit genannt und macht sich dadurch bemerkbar, dass ein dumpfer Druck in der Stirn und den Augen oft bemerkt wird. Nun braucht der bis dahin Normalsichtige eine Lesebrille. Die Alterssichtigkeit ist genau wie das Altern eine normale Erscheinung und keine Krankheit. Bei Weitsichtigen tritt die Alterssichtigkeit häufiger auf, bei Kurzsichtigen später oder auch gar nicht. Die Stärke der erforderlichen Brille muss individuell angepasst werden und auch nach der hauptsächlich gebrauchten und gewünschten Entfernung beim Lesen ausgemessen werden. Je kürzer die Entfernung zum Lesen gewünscht wird, desto stärker muss die benötigte Lesebrille sein. Trockene Augen Viele ältere Menschen klagen über ständig tränende, brennende Augen und sind dann erstaunt, wenn der Augenarzt die Diagnose „trockenes Auge“ stellt. Die eigene Tränenproduktion kann bei vielen Menschen im Alter nachlassen oder die Zusammensetzung des Tränenfilms verändert sich. Von diesem Problem sind Frauen stärker betroffen, da die hormonelle Umstellung nach den Wechseljahren auch die Tränenbildung beeinflusst. Denn Tränen bestehen nicht nur aus purem Wasser, sondern aus drei wichtigen Komponenten: einer Schleimschicht, einer wässerigen und einer fetthaltigen Lage. Die Schleimschicht gleicht die kleinen Unebenheiten auf der Augenoberfläche aus und sorgt dafür, dass die wässerige Schicht auf dem Auge haften bleibt. Die fetthaltige Schicht schützt die wässerige Schicht vor der Verdunstung und vor einem Auslaufen aus dem Auge. Jede Störung einer dieser drei Bereiche setzt die Stabilität des Tränenfilms herab. Dass die Zahl der Menschen, die unter dem Symptom „trockenes Auge“ leiden, gerade in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat, liegt jedoch vor allem an der Umwelt und an einer Reihe von Medikamenten, die über längere Zeit eingenommen werden. So können z.B. Schlafmittel, Beta-Blocker zur Behandlung von Bluthochdruck oder Psychopharmaka die Tränenfilmproduktion vermindern. Gleiches gilt für einige Antibabypillen. Treten Beschwerden auf, muss zunächst der Augenarzt die Ursachen abklären. Oftmals sind auch Umwelteinflüsse der Grund solcher Beschwerden. Wer in klimatisierten Räumen arbeitet, sollte für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen. Gönnen Sie darüber hinaus Ihren Augen regelmäßig frische Luft. Beim Autofahren achten Sie unbedingt darauf, dass der Gebläsestrahl nie direkt auf Ihre Augen ausgerichtet ist. Rauchen – auch passiv – wirkt sich negativ auf die Tränenfilmstabilität aus. Um sich Enttäuschungen zu ersparen, fragen Sie bei Benetzungsstörungen unbedingt Ihren Augenarzt, ob Kontaktlinsen für Sie verträglich sind. Ihr Augenarzt wird Ihnen nach einer Untersuchung sagen, welches Präparat für Ihre Augen das Richtige ist.